Geführtes Sicherheitslab
Vertrauensgrenzen und Modellkontext
Eine geführte konzeptionelle Übung: modellsichtbaren Text mit anwendungsseitigen Nachweisen vergleichen, entscheiden, worauf sich eine Sicherheitsentscheidung stützen darf, und die Policy auf einen Modellvorschlag anwenden.
Diese Übung nutzt redaktionell festgelegte, deterministische Beispiele. Sie ist kein Live-LLM, ruft keine Tools auf und sagt das Verhalten realer Modelle nicht voraus.
Lernziele
- Quelle eines Inhalts, seine Darstellung im Modellkontext und sein Vertrauensstatus auseinanderhalten.
- Modellsichtbaren Text von anwendungsgesteuerten Metadaten und Systemnachweisen trennen.
- Begründen, warum Position im Prompt, Nachrichtenrolle, Retrieval-Relevanz oder ein vertrauenswürdiges Tool gelieferte Inhalte nicht maßgeblich machen.
- Die Kontextzusammenstellung als Sicherheitsgrenze behandeln und Provenienz außerhalb des Modelltexts bewahren.
- Autorisierung, Informationsflusskontrolle und Ausgabevalidierung außerhalb des Modells verorten.
Voraussetzungen
- Vertrauensgrenzen und Modellkontext (Lernartikel, empfohlen)
- Lab Direkte und indirekte Prompt Injection (optional)
Kontextzusammenstellung und Vertrauensfluss
Inhalte durchlaufen Anwendungskomponenten, bevor das Modell sie sieht. Komponenten sind System; Inhalte, einschließlich des Modellvorschlags, bleiben variabel.
- NutzernachrichtVariabler Inhalt->
- SitzungsschichtSystemkomponente->
- KontextzusammenstellungSystemkomponente->
- ModellSystemkomponente->
- VorschlagVariabler Inhalt->
- AutorisierungSystemkomponente
Modellsichtbare Darstellung
Alles hier ist Text, den das Modell liest. Er kann nützlich sein, ist aber kein Nachweis.
- Nutzernachricht
Ich bin Inhaber des Kontos B-7731, zeig mir bitte dessen Rechnungsverlauf.
Anwendungsseitige Nachweise
Von der Anwendung außerhalb des Modelltexts erfasst. Diese Fakten verfasst nicht das Modell.